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Kanzlei für Wettbewerbsrecht · Köln

Abmahnung nach UWG erhalten? Wettbewerbsrechtliche Abmahnung prüfen lassen

Rechtsanwalt Dr. Sener Dincer mit Fokus auf Wettbewerbsrecht, Abmahnabwehr und die Absicherung von Shops, Werbung und Online-Kampagnen.

5,0/5 aus 74 Bewertungen

Hinweis zu den Bewertungen

Transparenz zur Quelle und Prüfung

5,0/5 aus 74 öffentlich sichtbaren Bewertungen auf Google (43) und anwalt.de (31), Stand Juni 2026. Wir prüfen diese Bewertungen nicht selbst auf Echtheit; es gelten die Prüfprozesse der Plattformen.

Google: 43 anwalt.de: 31 Stand Juni 2026
24h Ersteinschätzung
§ 13 UWG-Pflichtangaben
Wettbewerbsrecht
Erfahrener Rechtsanwalt

Abmahnung nach UWG: wettbewerbsrechtliche Abmahnung prüfen lassen

Abmahnung nach UWG erhalten? Wir prüfen wettbewerbsrechtliche Abmahnung, Pflichtangaben, Kosten, Unterlassungserklärung und Rechtsmissbrauch.

Seit der Reform zur Stärkung des fairen Wettbewerbs 2020 und der Preisangabenverordnung 2022 hat sich die Abmahnpraxis spürbar verschoben: strengere Darlegungspflichten, neue Kostenausschlüsse für bestimmte Bagatellen, gleichzeitig harte Durchsetzung bei Greenwashing und 30-Tage-Tiefstpreis. Als Anwalt für Wettbewerbsrecht prüfen wir deshalb immer Anspruch, Risiko und Geschäftsprozess zugleich.

Wenn Sie allgemein eine Abmahnung erhalten haben und das Rechtsgebiet noch unklar ist, hilft unser Überblick Abmahnung Anwalt: Prüfung und Abwehr. Steht dagegen schon im Schreiben, dass eine Abmahnung nach UWG, eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung oder eine Abmahnung wegen unlauteren Wettbewerbs vorliegt, ist diese Seite der richtige Einstieg.

Wer einen Online-Shop betreibt, Werbekampagnen verantwortet oder Compliance-Strukturen aufbaut, sollte die wettbewerbsrechtliche Abmahnung deshalb nicht als Zufallsereignis sehen, sondern als kalkulierbares Risiko mit klaren Spielregeln. Dieser Leitfaden beantwortet drei Fragen:

  • Wer darf eine UWG-Abmahnung aussprechen, und welche Pflichtangaben muss sie enthalten?
  • Welche Verstöße führen am häufigsten zu einer Abmahnung und welche Kosten drohen konkret?
  • Wann ist eine Abmahnung rechtsmissbräuchlich, und wie grenzt sich die UWG-Abmahnung von anderen Abmahnarten ab?

Abmahnung nach UWG erhalten: Was bedeutet das?

Praktisch bedeutet das: Die Gegenseite behauptet nicht nur einen Wettbewerbsverstoß, sondern verlangt meist eine verbindliche Reaktion innerhalb weniger Tage. Deshalb sollte eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung nie wie ein normaler Geschäftsbrief beantwortet werden.

Die wettbewerbsrechtliche Abmahnung steht damit in einer Reihe mit anderen Abmahntypen, unterscheidet sich von diesen aber in Rechtsgrundlage und Durchsetzungslogik.

Die Grundlagen und typischen Streitpunkte erläutert unser Ratgeber zur Abmahnung wegen unlauteren Wettbewerbs.

Wer darf nach dem UWG abmahnen?

Abmahnen darf, wer nach § 8 Absatz 3 UWG aktivlegitimiert ist, und diese Liste ist seit 2020 deutlich kürzer und strenger geworden.

Der Reform-Gesetzgeber wollte damit gezielt Abmahnvereine und Gelegenheitsabmahner zurückdrängen, die wirtschaftlich vor allem von Gebühren und Vertragsstrafen lebten.
Für Shops hängen diese Risiken eng mit AGB, Pflichtinformationen und Bestellstrecke zusammen; dazu passt unser Ratgeber zum Shop-AGB-Erstellen.

Vier Gruppen sind aktivlegitimiert:

  • Mitbewerber.

Bei getarnter Werbung ist zusätzlich die Abgrenzung zur Schleichwerbung wichtig.

  • Qualifizierte Wirtschaftsverbände. Verbände sind nur dann abmahnbefugt, wenn sie nach § 8b UWG in die vom Bundesamt für Justiz geführte Liste qualifizierter Wirtschaftsverbände eingetragen sind.
  • Qualifizierte Verbraucherverbände. Verbraucherzentralen und andere nach § 4 UKlaG beziehungsweise dem Verbraucherrechtedurchsetzungsgesetz anerkannte Stellen können Abmahnungen im Interesse der Verbraucher aussprechen.
  • IHK, Handwerkskammern und vergleichbare Körperschaften. Sie dürfen im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben abmahnen, in der Praxis jedoch seltener als Mitbewerber oder Wirtschaftsverbände.

Für Unternehmer im Planungsmodus ist das die wichtigste Filterfrage: Ist der Absender überhaupt aktivlegitimiert?

Tipp von Rechtsanwalt Dr. Sener Dincer:

“Wir erleben regelmäßig, dass Mandanten eine Abmahnung in der Schublade haben, bei der die Aktivlegitimation nicht einmal ansatzweise dargelegt wurde. Das ist ein formaler Hebel, der oft über Kostenersatz, Vertragsstrafe und die gesamte Eskalation entscheidet. Wer diese Pflichtangabe übersieht, zahlt unter Umständen für eine Abmahnung, die gar nicht hätte durchgesetzt werden dürfen.”

Die häufigsten Gründe für eine UWG-Abmahnung

Abmahnungen bündeln sich auf wenige, immer wiederkehrende Fallgruppen. Wer diese Muster kennt, kann Shop-, Werbe- und Kampagnenprozesse gezielt absichern, bevor externe Prüfer oder Mitbewerber Formfehler aufdecken.

Irreführende Werbung nach § 5 UWG

Der Klassiker unter den Abmahngründen.

Besonders scharf ist der Umgang mit Umwelt-Claims geworden.

Irreführung durch Unterlassen und Preisangaben nach § 5a UWG

§ 5a UWG erfasst die Täuschung durch Vorenthalten wesentlicher Informationen. Das sind Fälle, in denen nicht gelogen wird, sondern entscheidende Angaben fehlen oder im Kleingedruckten verschwinden.

Black Friday, Sale-Kampagnen, Rabattcoupons, Countdown-Aktionen und “Statt-Preise” sind die typischen Angriffsflächen. In der Praxis heißt das für Shop-Betreiber: Jede Rabattauslobung muss technisch mit einer belastbaren Preishistorie unterlegt sein.

Vergleichende Werbung nach § 6 UWG

Produktvergleiche in Newslettern, Landing Pages und Social-Media-Kampagnen sind deshalb ein klassisches Einfallstor für Abmahnungen, besonders, wenn Testergebnisse verzerrt dargestellt oder Konkurrenzprodukte herabgesetzt werden.

Fehlendes oder unvollständiges Impressum

Fehlerquellen sind nicht nur völlig fehlende Impressen, sondern vor allem Fundamentalprobleme wie versteckte Menüpunkte, fehlende Angaben zum Vertretungsberechtigten, falsche Rechtsform oder unvollständige Kontaktdaten. Dazu mehr im Kostenabschnitt.

Widerrufsbelehrung und Fernabsatz-Informationspflichten

Ebenfalls eine Dauerbaustelle ist die Widerrufsbelehrung bei Verbrauchergeschäften.

Schleichwerbung und Influencer-Kennzeichnung

Greenwashing und zukunftsbezogene Umweltaussagen

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Pflichtangaben: Was in einer UWG-Abmahnung stehen muss

Konkret geht es um vier Bausteine, die jede formgerechte Abmahnung enthalten muss. Diese Frage steht laut Google auch unmittelbar im Fokus der planenden Zielgruppe:

Angaben müssen vollständig, eindeutig und zustellungsfähig sein.

So läuft eine UWG-Abmahnung formal ab

Der Ablauf einer UWG-Abmahnung folgt einem eingespielten Muster, das man unabhängig vom konkreten Verstoß kennen sollte. Damit lässt sich einschätzen, in welcher Phase der Druck aufgebaut wird und welche Reaktionsfenster realistisch sind.

Typischer Ablauf einer UWG-Abmahnung

  1. Tag 0

    1. Zugang der Abmahnung

    Schriftliche Abmahnung mit Pflichtangaben nach § 13 Absatz 2 UWG, vorformulierter Unterlassungserklärung und Fristsetzung.

  2. 2. Rechtliche Prüfung

    Aktivlegitimation, Form, materielle Berechtigung, Reichweite der vorgeschlagenen Unterlassungspflicht und Streitwert-Plausibilität prüfen.

  3. 3. Reaktionswahl

    Strafbewehrte Unterlassungserklärung, modifizierte Unterlassungserklärung, Gegenabmahnung oder Schutzschrift, je nach Ergebnis der Prüfung.

  4. 4. Eskalation oder Erledigung

    Bei ausbleibender Unterlassungserklärung folgt häufig die einstweilige Verfügung innerhalb weniger Wochen; bei angenommener Erklärung ist der Anspruch materiell erledigt.

Zwei Besonderheiten sollten planende Unternehmer im Kopf behalten.

In der Praxis setzen Abmahnende häufig kurze Fristen; bei Dringlichkeitsszenarien im Hinblick auf eine einstweilige Verfügung kann die Reaktionsfrist noch kürzer ausfallen.

Wer eine Abmahnung erhält, sollte die vorformulierte Unterlassungserklärung nie unmittelbar unterschreiben. Nahezu alle Musterklauseln sind zugunsten des Abmahnenden verfasst und gehen in Reichweite, Vertragsstrafenhöhe und Zukunftsbindung über das hinaus, was gesetzlich zwingend ist.

Kosten und Streitwerte einer UWG-Abmahnung

Die Kostenseite ist für Unternehmer regelmäßig der entscheidende Planungsparameter.

Die folgende Tabelle zeigt die Streitwerte, die Obergerichte in den letzten Jahren für typische Fallgruppen angesetzt haben.

Wischen
VerstoßartTypischer Streitwert
Impressumsfehler nach § 5 DDG2.500 €
Fehlerhafte Widerrufsbelehrung2.500 - 4.000 €
Verstöße gegen die Preisangabenverordnungca. 5.000 €
Irreführende Werbung (Testsiegel, Claims)10.000 - 20.000 €
Greenwashing und unzulässige Umwelt-Claims20.000 - 30.000 €
Markenrechtsverletzung über UWG20.000 - 30.000 €

Diese Werte sind Richtwerte aus der obergerichtlichen Spruchpraxis.

Eine wichtige Ausnahme schützt kleinere Unternehmen vor der klassischen Kostenlogik:

Das ist ein zentrales Ergebnis der 2020er-Reform und verschiebt das Kosten-Nutzen-Kalkül für formale Online-Shop-Abmahnungen erheblich.

Die Unterlassungserklärung: strafbewehrt oder modifiziert

Die vorformulierte Erklärung ist selten eins zu eins unterschreibbar. Zu den typischen Problempunkten gehören zu weit gefasste Unterlassungsgegenstände, überhöhte Vertragsstrafen, pauschale Zukunftsbindungen und versteckte Kostenklauseln. Antwort des Gesetzgebers ist die modifizierte Unterlassungserklärung nach § 13a UWG: Der Abgemahnte darf den Text auf das rechtlich zwingende Maß zurückführen, die Vertragsstrafenhöhe anpassen und den Unterlassungsgegenstand schärfer konturieren.

Bei der Vertragsstrafe hat die Reform 2020 für KMU deutliche Entlastungen geschaffen:

Das vermeidet überhöhte Pauschalen und erleichtert die Annahme der modifizierten Erklärung.

Rechtsmissbrauch: Wann eine UWG-Abmahnung unzulässig ist

Mit dem Missbrauchstatbestand des § 8c UWG hat der Gesetzgeber 2020 ein scharfes Schwert gegen Serien- und Gebührenabmahnungen geschaffen.

Für den Leser im Planungsmodus heißt das: Eine Abmahnung ist nicht automatisch stark, nur weil sie anwaltlich abgefasst wurde. Gerade Kombinationen aus hohen Streitwerten, weit gefassten Unterlassungsforderungen und auffällig hohem Abmahnvolumen bei einem bescheidenen Geschäftsumfang sind belastbare Missbrauchsindikatoren.

Abmahnung wirkt missbräuchlich oder überzogen? Wir prüfen Ihre Rechtsposition in einer kostenlosen Ersteinschätzung.

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Aktuelle Entwicklungen: EmpCo, KI und Datenschutz

Das UWG ist kein statisches Regelwerk. Gleich mehrere europäische Vorgaben verschieben die Abmahnlandschaft zwischen 2024 und 2026 spürbar.

Abmahnungen zu unbelegten Öko-Claims werden ab Herbst 2026 voraussichtlich deutlich zunehmen.

Digital Services Act. Der DSA selbst ist keine Abmahnnorm, seine Wertungen zu Dark Patterns, Werbetransparenz und Empfehlungssystemen fließen aber zunehmend in die UWG-Auslegung ein und verschieben insbesondere bei Online-Plattformen und sehr großen Online-Shops die Grenzen des Zulässigen.

Abgrenzung: UWG-Abmahnung gegenüber anderen Abmahntypen

Die wettbewerbsrechtliche Abmahnung ist nicht der einzige Abmahntyp im Wirtschaftsleben. Besonders in hybriden Konstellationen lohnt die saubere Einordnung. Die folgende Gegenüberstellung zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen der UWG-Abmahnung und anderen häufigen Abmahnarten.

Wischen
MerkmalUWG-AbmahnungAndere Abmahnung (Marken-, Urheber-, Arbeitsrecht)
Rechtsgrundlage§ 3, § 5, § 5a, § 6, § 8, § 13 UWGMarkenG, UrhG, BGB oder Arbeitsrecht
AnspruchsberechtigtMitbewerber, qualifizierte Verbände, IHKRechteinhaber oder Arbeitgeber
SchutzgutLauterer Wettbewerb, Verbraucher, MitbewerberIndividuelles Schutzrecht oder Vertragspflicht
Kostenprivileg für KMU§ 13 Absatz 4, § 13a UWGGrundsätzlich nicht vorhanden
Rechtsmissbrauch-Kodifikation§ 8c UWG mit sieben RegelbeispielenNur allgemeiner § 242 BGB

In der Praxis kommen Mischfälle vor: Eine Produktnachahmung kann zugleich einen Markenverstoß und eine gezielte Behinderung nach § 4 Nummer 4 UWG sein. Wer abgemahnt wird oder abmahnt, sollte deshalb früh klären, welche Rechtsgrundlagen konkret gerügt werden, davon hängen Verteidigungsstrategie, Vertragsstrafenhöhe und Kostenerstattung ab.

Nächste Schritte

Die UWG-Abmahnung ist ein strukturiertes Instrument mit klaren Spielregeln. Pflichtangaben, Aktivlegitimation, Kosten- und Missbrauchsregime sind präzise im Gesetz verankert. Für planende Unternehmer heißt das: Shop-Prozesse, Werbekampagnen und Preiskommunikation lassen sich gezielt auf die wichtigsten Angriffsflächen absichern. Für Betroffene heißt es: Eine Abmahnung ist nur so stark wie ihre schwächste formale Stelle.

Wir prüfen für Unternehmen, Agenturen und Online-Händler sowohl präventiv als auch nach Zugang einer Abmahnung, ob Aktivlegitimation, Pflichtangaben, Unterlassungsgegenstand, Vertragsstrafenhöhe und Streitwert wirklich tragen. Die Ersteinschätzung ist kostenfrei. Auf Basis dieser Analyse unterbreiten wir Ihnen ein transparentes Angebot, damit Sie volle Kostenkontrolle behalten. Wenn Sie bereits eine Abmahnung erhalten haben und akute Sofort-Hilfe benötigen, finden Sie in unserem dedizierten Playbook zur Abmahnung abwehren die konkreten Handlungsschritte für die ersten Tage.

Antworten

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten Antworten zum Thema, zusammengestellt von unseren Experten.

Wann sollte ein Anwalt eine Abmahnung nach UWG prüfen?

Sobald eine Frist läuft, Kosten verlangt werden oder eine Unterlassungserklärung beigefügt ist. Ein Anwalt prüft bei einer UWG-Abmahnung zuerst Aktivlegitimation, Pflichtangaben nach § 13 UWG, Rechtsmissbrauch nach § 8c UWG, Unterlassungstext und Kostenersatz. So wird aus einer schnellen Reaktion eine kontrollierte Verteidigungsstrategie.

Wer darf nach dem UWG abmahnen?

Abmahnberechtigt sind nach § 8 Absatz 3 UWG Mitbewerber mit nicht unerheblicher und nicht nur gelegentlicher Geschäftstätigkeit, in die Liste nach § 8b UWG eingetragene Wirtschaftsverbände, qualifizierte Verbraucherverbände sowie IHK und Handwerkskammern. Pauschale Behauptungen zur Geschäftstätigkeit reichen nicht, Mitbewerber müssen konkret Umfang und Dauer darlegen.

Welche vier Bestandteile muss eine UWG-Abmahnung enthalten?

Nach § 13 Absatz 2 UWG zwingend: Name und Firma des Abmahnenden mit Vertreter, Darlegung der Anspruchsberechtigung nach § 8 Absatz 3 UWG, Beschreibung der Rechtsverletzung mit tatsächlichen Umständen sowie Aufwendungsersatzanspruch mit nachvollziehbarer Berechnung. Fehlt eine dieser Angaben, greift der Gegenanspruch des Abgemahnten nach § 13 Absatz 5 UWG.

Wann ist eine UWG-Abmahnung rechtsmissbräuchlich?

§ 8c Absatz 2 UWG nennt sieben Regelbeispiele, darunter die vorwiegende Gebührenerzielungsabsicht, ein Missverhältnis zwischen Abmahntätigkeit und Geschäftsumfang, überhöhte Streitwerte oder Vertragsstrafen, zu weit gefasste Unterlassungserklärungen, Salamitaktik und selektive Mehrschuldnerverfolgung. Bei Missbrauch kann der Abgemahnte Ersatz seiner eigenen Verteidigungskosten verlangen.

Welche Kosten entstehen durch eine UWG-Abmahnung?

Die Anwaltskosten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und werden aus dem Gegenstandswert berechnet. Streitwerte variieren je nach Verstoß; einfache Impressumsfehler können deutlich niedriger bewertet werden als Greenwashing oder andere irreführende Werbe-Claims. Für Mitbewerber-Abmahnungen gegen kleine Unternehmen bei Informationspflichtsverstößen ist der Kostenersatz nach § 13 Absatz 4 UWG jedoch ausgeschlossen.

Was ist der Unterschied zwischen einer UWG-Abmahnung und einer markenrechtlichen Abmahnung?

UWG-Abmahnungen schützen den lauteren Wettbewerb, markenrechtliche Abmahnungen ein individuelles gewerbliches Schutzrecht. Unterschiedlich sind Rechtsgrundlage, typische Streitwerte und Schutzreichweite. UWG-Abmahnungen kennen seit 2020 Kostenprivilegien und Vertragsstrafen-Deckelungen für kleinere Unternehmen, markenrechtliche Abmahnungen haben regelmäßig höhere Streitwerte und keine vergleichbaren Schutzklauseln.

Kann ich eine UWG-Abmahnung einfach ignorieren?

Rechtlich möglich ist es, klug ist es selten. Bleibt die Unterlassungserklärung aus, folgt regelmäßig innerhalb weniger Wochen eine einstweilige Verfügung, teils ohne mündliche Verhandlung. Die Kosten steigen dann deutlich und die Reaktionszeit verkürzt sich auf wenige Tage. Jede Abmahnung sollte innerhalb der Frist rechtlich geprüft werden.

Abmahnung auf dem Tisch oder Prozesse absichern?

Senden Sie uns das Schreiben oder Ihre Werbe- und Shop-Unterlagen zu. Wir prüfen Aktivlegitimation, Pflichtangaben und Angriffsflächen und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ehrlichen Ersteinschätzung.

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Rechtlicher Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Für eine verbindliche Einschätzung Ihrer konkreten Situation kontaktieren Sie uns bitte direkt.

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Google: 43 anwalt.de: 31 Stand Juni 2026
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